Staatsbrügerliches Seminar

Träger: Kreisjugendring Kusel e.V.

Darstellung der Ausgangssituation
Auf die  Auszubildenden kommt nach ihrer Ausbildung im öffentlichen Dienst eine besondere Verantwortung zu. Sie sind als Mitarbeiter in der Kommunalverwaltung ein Teil des Staates und vertreten diesen in ihrem Bereich. Vor diesem Hintergrund ist es von besonderer Bedeutung, dass sie demokratiefest sind und die Werte und Grundordnung unseres Landes und eines vereinten Europas vertreten können. In ihrem Alltag begegnen ihnen immer wieder fremdenfeindliche und/oder faschistische Aussagen. Hier sollten sie in der Lage sein. diesen Aussagen adäquat gegenüber zutreten.

Eine intensive Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und seinen Folgen ist Voraussetzung für die Entwicklung einer eigenen Haltung zu dem Thema. Dies gelingt am besten  an authentischen Orten. Nach unseren Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigt es sich, dass eine Bildungsmaßnahme für junge Menschen in einer KZ-Gedenkstätte eine sehr intensive Erfahrung darstellt, die sie nachhaltig beeinflusst und ihnen Sicherheit in der Argumentation gibt.
Der Besuch im Europaparlament und die Diskussion mit einer Abgeordneten vor Ort, soll den Bezug zwischen den Geschehnissen im Nationalsozialismus und dem  heutigen Europa mit seiner Frieden stiftenden Rolle deutlich machen.

Ziel ist es dabei, den Teilnehmenden ein Grundlagenwissen über den Nationalsozialismus, sein Lagersystem und die Vorgänge in Konzentrationslagern zu vermitteln und sie damit in die Lage zu versetzen die Geschehnisse zu reflektieren und Zusammenhänge zu ihrer eigenen Lebenswirklichkeit herstellen zu können. Ein weiterführendes Ziel  ist, das die Einzelnen aus dem Erlebten und der Reflexion sowohl der Geschehnisse, als auch der eigenen Betroffenheit Handlungsschritte für das eigene Denken und Handeln entwickeln zu können.

Ergänzt wird das in der Gedenkstätte erlebte,  durch die Vorbereitung des Gespräches in Straßburg und die Diskussion mit der Europaabgeordneten. Gerade diese beiden Aspekte der Geschichte gegenüber zu stellen ist der besondere pädagogische Reiz der Maßnahme. Rahmenbedingungen des EinzelprojektsStudienfahrt nach Natzweiler/Struthof und Straßburg vom 12.-14.05.2014Vorgehensweise/ Methoden1.Vorbereitung der Gruppe im Vorfeld der FahrtEinführung ins Thema, Absprachen zu Programm und RegelnArbeit in Kleingruppen zu Themenschwerpunkten, Plenumsarbeit, Film zum ThemaEinführung in die Gesellschaftsstruktur der 3. ReichsEinführung in das Lagersystem der NationalsozialistenBesuch der KZ-Gedenkstätte Natzweiler-Struthof  mit den Bereichen, Lager, Monument, Gaskammer und MuseumReflexion des GesehenenReflexion der eigenen BetroffenheitDiskussion der Frage, was hat der Nationalsozialimus mit unserem Leben heute zu tun?Erarbeitung von Handlungsschritten und Argumentationslinien auf nationalsozialistische und fremdenfeindliche Äußerungen von Jugendlichen und Erwachsenen im Alltag.Vorbereitung des Gespräches in Straßburg. Was hat Europa, bzw europäische Politik mit Faschismus zu tun?Besichtigung und Gespräch im EuropaparlamentAuswertung der Gesamtmaßnahme.