Lebendiges Archiv Kusel

Hauptzielgruppe: Jugendliche in strukturschwachen Regionen
Laufzeit: 01.02.12 – 31.12.12

Ziel und Inhalt:
Das Thema Toleranz und Vielfalt soll in verschiedenen Kontexten thematisiert werden. Junge Menschen sollen Interesse an der Lebenssituation anderer Menschen bekommen, vor allem in interkulturellen Kontext. Das Auseinandersetzen und der kritische Umgang mit rechtsextremen Parolen ist ebenfalls Ziel unseres Projektes. Es soll Bewusstsein schaffen für bürgerliche Rechte und Pflichten, für das heutige Europa und den Wert der Demokratie. Wir möchte eine Vielzahl von Kurzinterviews mit Kameras machen und dokumentieren.

Die Interviews dienen der gemeinsamen Auseinanderesetzung der Jugendlichen , der Interviewpartner und mit deren Erlenbissen in Bezug auf Integration. Wir bringen durch die Interviews und Bearbeitung des Materials junge Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Milieus zusammen. Es wird ein Film über die Geschichte zu Kusel gemacht. Dieser wird bei einer Kinopräsentation vorgeführt. Ausstellungen, eine Podiumsdiskussion und eine Plakataktion werden begleitend durchgeführt.

Handlungskonzept:
Das Projekt Gedächtnis der Nation dient vor allem der Toleranz und Demokratieerziehung. Wir werden  verschiedene Problemlage der Integration Erkennen und benennen. Rechtsextremismus soll öffentlich gemacht werden. Es werden verschieden Medienprojekte durchgeführt, die sich mit Rechtsextremismus auseinander setzen. dabei werden Stammtischparolen herausgearbeitet , historische Ereignisse erfahrbar gemacht. Zusammen mit dem Landesfilmdieset lernen jugendliche rechte Strukturen im Internet und den Umgang damit.

Die Interviews müssen technisch am PC aufbereitet werden und schließlich auf eine zu entwickelnde Internetseite gestellt werden, wo sie allgemein zugänglich sein sollen. Während die Interviewarbeit selber Ältere und Junge zusammenbringt, ist die EDV-mäßige Aufbereitung gut dazu geeignet, die Jugendlichen aus dem Kuseler Brennpunkt Holler und die EDV-Freaks des Gymnasiums zusammenzubringen, denn die Technik ist da eine gute Schnittstelle und das Jugendhaus liegt örtlich genau zwischen der Schule und dem Holler.

Die gemeinsame technische Arbeit ist eine win-win-Situation für alle. Die Jugendlichen vom Holler vereinen viele Nationalitäten und die unterschiedlichsten Erfahrungen über ihren Weg bis und in Kusel. Diese Erfahrungen soll unseren Jugendlichen nahe gebracht werden, damit ein Verständnis für ausländische Mitbürger und deren Situation entsteht.

Lebendiges Archiv geht online

Ein Archiv der etwas anderen Art, geht in dieser Woche an den Start. Im Internet, möchte das Haus der Jugend Kusel mit Unterstützung der Bürger, ein lebendiges Stadtarchiv entstehen lassen. Erste Texte, Video und Bilder zur Kuseler Geschichte ab 1945 stehen bereits online.

„Die Internetseite ist fertig und wartet darauf, mit Leben gefüllt zu werden,“ erklärt Michael Hanz vom Haus der Jugend Kusel, den aktuellen Stand. Gefördert vom Bundesprogramm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken,“ möchte das Projekt persönliche Sichtweisen und Erlebnisse zur Kuseler Geschichte sammeln und für kommende Generationen sichern.

„Einige historische Ereignisse haben wir zur Orientierung vorgegeben,“ erläutert Hanz weiter. Diese sollten es Interessierten einfacher machen, sich für ein Jahr oder ein Ereignis zu entscheiden. Willkommen sind Texte, Ton- Videoaufnahmen und Bilder.

Das Online-Archiv wird von den Mitarbeitern des Haus der Jugend Kusel betreut. Sie stehen für weitere Fragen unter 06381.1313 zur Verfügung. Online: www.hausderjugendkusel.de