Einer für Alle – Alle für Einen! Kinderferienspielwoche

Hauptzielgruppe: Kinder von 7 bis 12 Jahren
Laufzeit:
02.07.12-06.07.12

Ziele:
Die teilnehmenden Kinder und auch die ehrenamtlichen, meist jugendlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich während der Veranstaltung mit den Werten Gemeinschaft, Freundschaft, Stärken und Schwächen von Menschen, Friedfertigkeit, Toleranz und gegenseitigem Respekt intensiv auseinandergesetzt.

  • Die Kinder sollen erkennen, dass alle Menschen Stärken und Schwächen haben und dass es im Miteinander gilt sich gegenseitig zu akzeptieren und zu ergänzen (Bilderbuch "Einer für Alle- Alle für Einen!").
  • Auseinandersetzung mit den Phänomen "Vorurteile" (Geschichte: "Ein Schwein zieht ein".)
  • Werte wie Gerechtigkeit, Friedfertigkeit, Sanftmütigkeit werden besprochen.

Die Kinder und Mitarbeiter/-innen sollen über ihren eigenen "Tellerrand" hinausschauen und gezielt die Lebenslagen und Probleme ihrer Mitmenschen wahrnehmen.

Bericht zum Projekt

Konken. Es herrscht ein wildes Durcheinander. 56 Paar Kinderfüße stampfen die Treppe des Protestantischen Gemeindehauses hinunter. Es ist der zweite Tag der Kinderferienspielwoche der Evangelischen Jugendzentrale Kusel für Kinder von acht bis zwölf Jahren. Motto in diesem Jahr: Alle für einen – einer für Alle.

„Wir beteiligen uns am Projekt Toleranz fördern –Kompetenz stärken der Kreisverwaltung und wollen mit den Kindern die Themen Freundschaft, Gemeinschaft und Toleranz bearbeiten.“ erklärt Jugendreferentin Petra Seibert. Bearbeiten, das bedeutet hier: Spielen, Basteln und jede Menge Spaß haben. Anna-Lena aus Herrschweiler ist schon mehrmals dabei gewesen und findet die Ferienaktion immer noch toll. „Alle meine Freundinnen sind dabei und das finde ich schön.“

Ganz neu dabei und noch etwas schüchtern, sind Maurice aus Dittweiler und Nico aus Kusel. Sie haben bei noch keiner Kinderferienspielwoche mitgemacht, finde es bisher aber trotzdem toll. Bevor das Durcheinander eskaliert, erhebt Felix aus Schellweiler seine Stimme: „Alle Schwarz-Gelben jetzt mal raus auf die Wiese.“

Der 15jährige Schüler ist einer von zwölf ehrenamtlichen Mitarbeitern, die die Ferienspielwoche betreuen und ohne die die Woche gar nicht möglich wäre, sagt Petra Seibert. „Ich und meine Kollegin Birgit Drumm machen nur die Vorarbeit. Die Umsetzung und  die Ausgestaltung übernehmen unsere Ehrenamtler.“

Eine nicht immer einfache Aufgabe, meint Felix schmunzelnd. „Die Namen meiner Gruppe, die weiß ich mittlerweile alle. Ich verwechsele nur die Kinder.“ Zum Glück tragen alle vierzehn Kinder seiner Gruppe Namensschilder. Draußen angekommen, gruppieren sich alle um Felix. Ein Ehrenkodex der Freundschaft soll erarbeitet werden. Anna-Lena hat Vorschläge: „Man soll das einhalten, was man verspricht und man soll zuhören, wenn andere was zu sagen haben.“

Alle nicken zustimmend und Felix schreibt auf einem gelben Din-A3 Papier mit. „Den Ehrenkodex müsst ihr alle unterschreiben. Damit versprecht ihr, dass ihr euch daran haltet.“ Nach fünf Tagen gemeinsamem Abenteuer endet die Ferienspielwoche am Freitag mit einem Gottesdienst. Dann werden 53 kleine Musketiere stolz ihre Urkunden entgegen nehmen.