Auf den Spuren der Geschwister Scholl

Träger: Förderverein Jakob Muth Schule

Darstellung der Ausgangssituation
Jugendliche mit einer geistigen Behinderung sollen sich, ihren Möglichkeiten entsprechend,  kritisch mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinandersetzen und es soll eine Stärkung des Demokratieverständnisses erfolgen. Durch den Besuch von historischen Stätten des Nationalsozialismus (Geschwister Scholl, Reichsparteitagsgelände, KZ Dachau) sollen neben den kognitiven Inhalten auch und vor allem  emotionale Befindlichkeiten ihren Raum haben. Die jungen Menschen sollen für  Werte wie Frieden, Toleranz, Humanität und Menschlichkeit sensibilisiert werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen auf aktuelle gesellschaftliche Phänomenen, wie Gewalt, Rassismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus aufmerksam werden und diese versuchen zu reflektieren.

Rahmenbedingungen des Einzelprojekts
Die viertägige Gedenkstättenfahrt findet vom 02. bis 06.06.2013 in  München, Nürnberg und Dachau statt. Es werden 12 geistig behinderte junge Manschen im Alter von 15 – 19 Jahren und 5 Teamer an der Veranstaltung teilnehmen. Sie werden verschiedene authentische Orte des Nationalsozialismus in München, Nürnberg und Dachau aufsuchen.

Vorgehensweise/ Methoden
Die Anreise am 1. Tag und eine Kennenlernphase. Der Film über die Weiße Rose und ein Gespräch darüber werden diesen Tag beschließen. Am 2. Tag ist ein Besuch des Museums und eine Führung durch die Gedenkstätte „Weiße Rose“ geplant. Anschließend erfolgt eine alternative Stadtführung durch München mit dem Focus: München – Hauptstadt der nationalsozialistischen Bewegung.

Am 3. Tag findet dann der Besuch mit Führung des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau statt. Die Gruppe wird am 4. Tag das ehemalige Reichsparteitagsgelände und das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg besuchen.

An allen Tagen erfolgt am Abend eine Aufarbeitung und Reflexion der Tageseindrücke mit verschiedenen kreativen, meditativen und besinnlichen Elementen.

Am 5. und letzten Tag der Fahrt auf den Spuren des Nationalsozialismus in München und Nürnberg findet nochmals eine intensive Reflexionsphase statt.

Kooperation
Die Fahrt geschieht in Kooperation mit dem Jugendreferat des Kirchenkreises Obere Nahe. Die Schülerinnen und Schüler der Werkstufe melden sich freiwillig für die Fahrt an und werden vom Unterrichtsbesuch freigestellt. Hier wurden, mit den Eltern, mündliche Absprachen getroffen.