Friedensfest Kusel, 15.11.19

Am 15. November 2019 fand in der Kuseler Stadtkirche erstmals das ökumenische Friedensfest „Den Himmel erden“ des Protestantischen Dekanates Kusel und der Pfarrei Hl. Remigius Kusel statt. „Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Krieg, mehr als die Pause zwischen militärischen Auseinandersetzungen“. Mit diesen Worten mahnte Kirchenrat Wolfgang Schumacher in seiner Andacht: „Frieden ist nichts Passives, Frieden muss gestiftet werden.“

In diesem Sinne beteiligte sich auch der Jugendfonds Kusel am Fest und bereitete eine Aktion zu den 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung. Die Ziele sind politische Zielsetzungen der Vereinten Nationen (UN), die weltweit der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene dienen sollen. Sie traten am 1. Januar 2016 mit einer Laufzeit von 15 Jahren (bis 2030) in Kraft. Auf großen Pappwürfeln konnten die Besucher*innen ihre persönlichen und ganz konkreten Vorstellungen, Meinungen und Vorschläge zu den Zielen notieren und aufschreiben.

Die Jugendlichen traten in Dialog und konkretisierten die Ideen der Besucher*innen im persönlichen Gespräch. Ziel der Aktion war es, Bewusstsein und Interesse für Nachhaltigkeit und die 17 Ziele zu wecken. Auch gab es einige Besucher*innen, die von Zielen noch nicht viel gehört hatten.

Parallel lief ein vielfältiges Programm mit Workshops, einem Auftritt des Chors „Albasote“ und der inszenierten Lesung "LITTLE BOY, BIG TAIFUN" der japanischen Schauspielerin Sachiko Hara. Hara gastiert an verschiedenen Schauspielhäusern Europas und ist gegenwärtig in Zürich tätig. Ihr 2010 erstmals aufgeführtes Theaterstück "Little Boy, Big Taifun" erzählt vom Abwurf der Atombombe auf Hiroshima 1945 und den damit verbundenen Konsequenzen.

Zum Abschluss des Abends wurde den Besuchern noch eine Taizé-Andacht angeboten.