Seminar zur Friedensbildung in Verdun, Evangelische Jugendzentrale Kusel in Kooperation mit der Realschule plus, Altenglan

Projektträger: Evangelische Jugendzentrale Kusel in Kooperation mit der Realschule plus, Altenglan

Kurzbeschreibung:
Vom 18. – 19.03.2018 findet ein Bildungsseminar nach Verdun mit Besuch verschiedener Orten der Erinnerung statt. Teilnehmen können 46 Jugendliche der Abschlussklassen der Realschule plus Altenglan. Die Teilnahme erfolgt auf freiwilliger Basis. Die nicht mitfahrenden Jugendlichen werden auf andere Klassen aufgeteilt.

Im Vorfeld der Fahrt werden die Jugendlichen über die Vorgänge während des 1. Weltkrieges informiert. Die Geschichtlichen Ereignisse sind Ihnen bekannt.
Während der Fahrt sind folgende Programmpunkte geplant:

  • •    Kurzer geschichtlicher und zeitlicher Überblick zum 1. Weltkrieg
  • •    Besuch des nicht mehr existenten Dorfes Fleury, veranschaulichen des Stellungskriegs und der zugehörigen Kriegsereignisse
  • •    Besichtigung des Fort Douaumont, Annäherung an die Wirklichkeit der Schlacht von Verdun und die Lebenssituation der damaligen Soldaten
  • •    Besuch des Beinhauses von Douaumont mit Film; Erklärungen zur Entstehung und architektonischen Bedeutung des Mahnmals
  • •    Gang über den Soldatenfriedhof unterhalb des Beinhauses, Erkennen der Dimension des sinnlosen Sterbens
  • •    Besichtigung des Hügels Vauquois, des zerstörten Dorfes, der Granattrichter und der unterirdischen Gänge
  • •    Reflexion und Aufarbeitung des Erlebten
  • •    Beschäftigung mit der Frage: „Was hat das alles heute noch mit uns zu tun?“, aktueller Bezug

 Während der Fahrt werden die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt, Strukturen und Zusammenhänge des Unfriedens wahrzunehmen und dessen Ursachen im Nah- und Fernbereich zu analysieren. Durch das „vor Augen führen“ der Sinnlosigkeit des Krieges soll die Kostbarkeit des Friedens erkennbar werden und eine Dankbarkeit dafür entstehen, dass wir unter diesem Himmel in Verdun heute nicht kämpfen, sondern in Frieden leben dürfen.

Ebenso geht es um die Entwicklung der Persönlichkeit jedes Einzelnen und die Prägung einer Geisteshaltung, so wie es die Präambel der Verfassung der UNESCO 1945 nach den Erfahrungen zweier Weltkriege als pädagogische Herausforderung anmahnt: »Da Kriege im Geist der Menschen entstehen, muss auch der Frieden im Geist der Menschen verankert werden. «