Bericht zum Projekt

Breitenbach. Klettern, Grillen und abends Kino im Wald. Elf Jungen von elf bis 15 Jahren nahmen am vergangenen Wochenende am Aktionswochenende für Jungen der Evangelischen Jugendzentrale Kusel auf dem Bambergerhof in Breitenbach teil und hatten sichtlich Spaß. Schon von weitem blitzt es rot, weiß und orange zwischen den Bäumen hindurch. Bei näherer Betrachtung entpuppen sich die Farben als zwölf bunte Hängematten und ein weißes Bettlaken, die hoch zwischen die Bäume gespannt sind.

„Das ist unser Schlafzimmer und Kinosaal in einem“, erklärt Sascha Molter, Jugendreferent bei der Jugendzentrale Kusel. Auch wenn die September Nächte etwas kühler seien, der Großteil der Jungs habe draußen übernachten wollen und das auch gut gemeistert. An die eigenen Grenzen gehen und über sich hinauswachsen. Für Sascha Molter sind das wichtige Erfahrungen, die zum Wochenende dazugehören. „Wir wollen die Jungs in ihrer Eigen- und Fremdwahrnehmung stärken und beim Finden ihrer individuellen Männerrolle unterstützten“, so Molter weiter.

Gemeinsam mit seinen beiden Freunden Klaus Blasko und Markus Schindler, beide Lehrer bzw. Erzieher, hat er das Wochenende konzipiert und über einen Antrag beim Bundesprogramm „Demokratie leben!“ finanziert. Neben vielen erlebnispädagogischen Aktionen, dem Besuch des Kletterparks am Jägersburger Weiher, gehöre auch und vor allem Konfrontations- und Vertrauensübungen, Kooperationsspiele und Reflexionsrunden zum Programm.

Gabriel aus Ramstein und Marlon aus Nanzdietschweiler gefällt es. Besonders die „Challenges“ wie sie die Übungen und Aufgaben nennen, machen Spaß und stolz. „Im Kletterpark war es manchmal knifflig, aber hinterher war ich total froh, den Parcours geschafft zu haben“, gesteht Gabriel schmunzelnd. Alle Jungs sind begeistert und lassen sich nach Rückmeldung von Sascha Molter gut auf alles ein.

„Die Jungs machen selbst frühstück, kochen, organisieren das Feuer zum Grillen und sind sehr eigenverantwortlich“, so Molter lobend. Nur einer der Jungs habe etwas kritisch angemerkt: es sei ja doch irgendwie schade, dass keine Mädels dabei wären.