Selbstbehauptung/Selbstverteidigung für Mädchen, Kreisjugendring Kusel e.V. in Kooperation mit der Sportjugend u. der Evang. Jugendzentrale Kusel

Projektträger: Kreisjugendring Kusel e.V. in Kooperation mit der Sportjugend u. der Evang. Jugendzentrale Kusel

Kurzbeschreibung: Ziel ist es das Selbstvertrauen und das Selbstwertgefühl der Mädchen zu stärken. Sie sollen lernen sich bei Grenzverletzungen frühzeitig zu behaupten, um sich selbst mutig schützen zu können. Gefahren sollen rechtzeitig erkannt werden und selbstbewusstes Handeln eingeübt werden. Die Mädchen lernen Gewalt und Menschenfeindlichkeit adäquat zu begegnen.

Es findet ein Seminar für Mädchen im Alter von 11 – 13 Jahren, vom 10. bis 12.11.2017 in der Jugendherberge der Burg Lichtenberg statt. Für Mädchen im Alter von 14 – 16 Jahren wird es eine Tagesveranstaltung geben. Es werden Inhalte und Übungen zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung durchgeführt.

Die Teilnehmerinnen sollen Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln, Konflikte gewaltfrei zu lösen und aus brenzligen Situationen schnell und selbstbewusst herauszukommen. Sie sollen sich auf der Ebene von gegenseitiger Akzeptanz und Toleranz selbst behaupten können. Selbstbewusste Kinder bewegen sich in der Öffentlichkeit sicherer und sind weniger gefährdet Opfer von Gewalttaten zu werden. Die Selbstsicherheit der Mädchen wird gestärkt.

Bericht zum Projekt

Thallichtenberg. Ein Wochenende zur Selbstverteidigung. 17 Mädchen von elf bis dreizehn Jahren sind der Einladung des Kreisjugendrings Kusel in die Musikantenland-Jugendherberge gefolgt. Ziel des Seminars, Mädchen und junge Frauen in ihrem Selbstvertrauen zu stärken und ihnen zu zeigen, wie sie sich gegen Übergriffe zur Wehr setzen können. „Je stärker die Persönlichkeit, desto weniger anfällig sind die Mädchen für Mobbing oder Grenzverletzungen“, erklärt Seminarleiterin Michaela Rohe von der Sportjugend Pfalz.

Die Zweite Vorsitzende des Kreisjugendrings ist seit vielen Jahren im Bereich aktiv und weiß, „das Thema Selbstverteidigung ist aktueller denn je.“ Die Gründe dafür sieht Rohe in der zunehmenden Berichterstattung über Gewalttaten sowie einer subjektiv empfundenen Bedrohung, besonders bei den Eltern. Auch Eva Schmitt aus Kusel ist dabei. Sie ist die Erste, die sich bei der Vertrauensprüfung mit geschlossenen Augen in die Arme der anderen fallen lassen muss.

„Es hat sich zwar komisch angefühlt, war aber okay“, berichtet die Schülerin nach der Übung. Neben theoretischen Einheiten, sind die praktischen Übungen, Griffe und Abwehrtechniken Hauptbestandteil des Seminars. Sie werden an den drei Tagen, von Freitag bis Sonntag, immer wieder geübt und wiederholt.

„Natürlich macht das Seminar aus den Mädchen keine Kampfmaschinen“, räumt Michaela Rohe ein. Es sei aber ein erster Einstieg, der die Mädchen sensibilisiere und ihnen zeige, dass sie keine Opfer sein müssen, sondern sich wehren können. Das Seminar wurde von der Partnerschaft für Demokratie im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.