Kinderferienspielwoche: „Shalom, Salam aleikum, Friede sei mit dir!“, Evangelische Jugendzentrale Kusel

Projektträger: Evangelische Jugendzentrale Kusel

Kurzbeschreibung: „Shalom, Salam aleikum, Friede sei mit dir!“ Ein Friedensgruß aus drei verschiedenen Sprachen, verschiedenen Weltreligionen und verschiedenen Kulturen und doch die gleiche Sehnsucht nach Frieden.

Frieden was ist das? Und was ist das Gegenteil davon – der Krieg?
Wo fängt Frieden an zu Hause?, in der Klasse?, unter Freunden?, bei Fremden?
„Frieden muss man lernen, denn er kommt nicht von allein“ und dieser Prozess der Friedensbildung geschieht bereits im Kindesalter.

Die teilnehmenden Kinder und die jugendlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen sich auf kindergerechte Weise mit friedenspädagogischen Aspekten, wie:
•    Anerkennung der Vielfalt der Kulturen und Religionen
•    Achtung der Menschenrechte und der Rechte für Kinder und Jugendliche
•    soziale Gerechtigkeit (Verteilungsgerechtigkeit und Chancengleichheit)
•    Solidarität mit Flüchtlingen und Asylsuchenden
•    Demokratiebildung
•    Versöhnung
•    Klare Position gegen menschenverachtendes Verhalten, wie Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus
•    Lernen aus der Geschichte
auseinandersetzten.

Die Veranstaltung findet vom 18. bis 22. Juli 2016, jeweils von 10.00 – 16.00 Uhr im Prot. Gemeindehaus in Konken statt. Es können ca. 55 Jungen und Mädchen im Alter von 8 bis 12 Jahren teilnehmen. Die Veranstaltung wird offen ausgeschrieben. Im Vorfeld findet eine intensive Vorbereitung und Planung mit einem Team von 12 - 15 jugendlichen, ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern statt.

Bericht: Ferienwoche für den Frieden

Unter dem Motto „Shalom, Salam aleikum, Friede sei mit dir!“ fand in der vergangenen Woche die jährliche Ferienspielaktion der Evangelischen Jugendzentrale Kusel in Konken statt. Voll ausgebucht mit 65 Kindern von 8 bis 12 Jahren startete das Betreuerteam in eine spannende und abwechslungsreiche Woche. Mit dabei auch Ehrenamtler Felix Bauer. Auf die Frage, wie die Woche war, antwortete er spontan: „Anstrengend.“

Das ihm dabei der Schweiß auf der Stirn steht, hat weniger was mit den hohen Temperaturen zu tun, als vielmehr damit, dass er gemeinsam mit vier anderen ehrenamtlichen Mitarbeitern, jeden Tag für 85 Münder das Mittagessen gekocht hat. Tortellini mit Schinkensoße, selbstgemachter Döner und Gulasch mit Nudeln, alles ganz kindgerecht und natürlich lecker. „Wir haben um neun Uhr mit schälen, schnibbeln und vorbereiten angefangen und waren gegen halb vier mit Spülen fertig“, erläutert er.

Eine enorme Leistung findet auch Jugendreferentin Petra Seibert. Sie hat die Woche mit 20 ehrenamtlichen Mitarbeitern der Jugendzentrale vorbereitet. „Wir haben Ende letzten Jahres mit den Planungen angefangen“, erklärt sie. Das Thema habe sich aufgrund aktueller Ereignisse der letzten Zeit wie von selbst ergeben. Frieden, so sagt sie, beginne im Kleinen: in der Familie, auf dem Schulhof, im Freundeskreis. Jeder könne seinen Beitrag leisten und auch Kinder könnten Frieden lernen. Bei der Ferienspielwoche passiere das spielerisch und mit Spaß.

„Wir haben Taschen bemalt, Collagen gebastelt, Lieder gesungen und gleich werden wir noch einen Baum auf die Wiese hinter dem Gemeindezentrum pflanzen“, fasst Betreuerin Lea Marquardt knapp zusammen. Der Baum sei ein Symbol. So wie er wachse, so solle auch der Frieden in der Welt gedeihen. Mit einem Gottesdienst am Nachmittag gehe die Woche dann für sie und alle anderen zu Ende.

Für Petra Seibert ist dann allerdings noch lange nicht Schluss. Sie wird sicher noch einige Tage brauchen, bis das ganzen Bastelzeug und all die Materialien der Woche wieder an ihrem Platz sind. Und überhaupt: nach der Ferienspielwoche ist vor der Ferienspielwoche. Die Woche wurde finanziell gefördert vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“.

(Text: Simone Schnipp, Juli 2016)

Artikel Rheinpfalz