fremdes kennenlernen, konkret hinsehen, konsequent handeln, Protestantische Kirchengemeinde Lauterecken

Projektträger: Protestantische KG Lauterecken

Kurzbeschreibung: Die Initative „Tol(l)eranz – find ich gut“ hat festgestellt, dass eine relativ hohe Unkenntnis besteht hinsichtlich der Kenntnis über:
Die Weltreligionen, ihre Kultur und gesellschaftliche Lebensformen.

Aufzeigen und aufdecken von latenten rechten Tendenzen, immer wieder vorkommenden antisemitischen und fremdenfeindlichen Stammtischparolen entgegentreten.

Klezmerkonzert mit Hanan Bar-Sela (Israel) und Autorenlesung mit Andreas Berg, (SWR Fernsehen)

Synagoge Odenbach, Termin 10.3.2016 19.30 Uhr und  im April  2016.

Wir wollen auf die Situation von anderen Kulturen und Lebensformen aufmerksam machen. Es soll eine Weiterentwicklung der Persönlichkeit der Teilnehmenden gefördert werden. Wir wollen voneinander lernen und gegenseitig aneinander wachsen. Wir wollen die Öffentlichkeit für das Thema Weltreligionen sensibilisieren und somit eine Positionierung gegen Rechtsextremismus und gruppenspezifische Menschenfeindlichkeit herstellen. Durch die Darbietung der fremden Kulturen sollen die TeilnehmerInnen erfahren, dass Anfeindungen gegen Angehörige anderer Religionsgemeinschaften,  MigrantInnen und anders Denkende auch immer Anfeindungen gegen das gesamte soziale und bunte Miteinander der Bevölkerung sind. 

Bericht zum Projekt

Odenbach. Die ehemalige Synagoge in Odenbach am vergangenen Samstag. Ein schöner Ort für die Lesung von Andreas Berg aus seinem Buch „Schabbat Schalom an der Seine“. Für den des SWR-Redakteur und Filmautor ist es der erste, veröffentlichte Roman.

Er erzählt die Geschichte der jungen SWR Volontärin Friederike von Stettin, die bei einem Dreh in Paris, den jüdisch stämmigen Kameramann Alex Morelenebaum kennen lernt. In Rückblenden lässt Friederike die gemeinsame Zeit und die folgenden Jahre der widerkehrenden Begegnungen und ihrer verpassten Liebe Revue passieren, bis zur Gegenwart, in der Alex nach schwerer Krankheit verstorben ist.

Berg hat fünf Passagen ausgewählt. Eine gute Auswahl, denn auch wenn man das Buch nicht ganz gelesen hat, so bekommt man doch einen guten Eindruck von dem, was den Protagonisten auf den gut vierhundert Seite widerfährt. Detailreich und mit vielen Hintergründen nicht nur zum jüdischen Leben und der jüdischen Kultur, sondern auch zur Stadt Paris, erinnert der Roman fast schon an ein Sachbuch. Berg kennt seine Themen, Paris, das Judentum und den Medienbetrieb Fernsehen.

Während der Lesung macht er immer wieder Pausen und lässt zusätzliche Informationen einfließen. So ist die Lesung nicht nur eine Lesung, sondern eher ein Vortrag zur jüdischen Geschichte in Paris, in Rheinland-Pfalz und in der Region um Odenbach. Das Buch „Schabbat Schalom an der Seine“ von Andreas Berg ist im E. Humbert Verlag erschienen. Die Lesung fand im Rahmen der Bundesprogramm „Demokratie leben!“ statt.