Demokratie: 33 bis 45, DDR und in der Bundesrepublik heute, Jugendreferat Kirchenkreis Obere Nahe

Projektträger: Jugendreferat Kirchenkreis Obere Nahe

Kurzbeschreibung:
Jugendliche mit einer geistigen Behinderung  sollen sich, ihren Möglichkeiten entsprechend,  kritisch mit der Zeit des Nationalsozialismus, der DDR Herrschaft und der Demokratie heute auseinandersetzen. So soll Demokratie verstanden werden und was es heißt in einer Diktatur zu leben. Durch den Besuch von historischen Stätten des Nationalsozialismus (Reichssicherheitshauptamt, Führerbunker) der DDR Herrschaft (Hohenschönhausen, Bernauerstr.) und dem Bundestag sollen neben den kognitiven Inhalten auch und vor allem emotionale Befindlichkeiten ihren Raum haben.

Diktatur und Demokratie zum „Begreifen“, zum Anfassen und dann auch zum Verstehen. Die jungen Menschen mit Behinderung sollen so für  Werte wie Frieden,  Menschlichkeit und ein gutes Miteinander sensibilisiert werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen auf aktuelle gesellschaftliche Probleme, wie Gewalt, Rassismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus, die Flüchtlingsproblematik (aktuell in Kusel) und Pegida aufmerksam werden und diese versuchen zu reflektieren.

Die fünftägige Studienfahrt findet vom 06. bis 10.07.2015 nach Berlin statt. Es werden 13 junge Menschen mit Behinderung im Alter von 14 – 21 Jahren und 5 Teamer an der Fahrt teilnehmen. Sie werden verschiedene authentische Orte des Nationalsozialismus, der Zeit der DDR, und der Demokratie heute in Berlin aufsuchen.

Nach unserer Ankunft, der Verteilung der Zimmer werden wir den TeilnehmerInnen ihre Unterkunft und die Gepflogenheiten nahebringen. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde werden die Abfrage ihrer Erwartungen und Befürchtungen, sowie die Vertiefung des Themas folgen. Ein Film zum Thema DDR und ein Gespräch darüber werden diesen Tag beschließen.

Am 2. Tag  findet eine Stadtführung mit dem Schwerpunkt „DDR“ statt. Für den Nachmittag ist ein Besuch des Stasigefängnisses Hohenschönhausen geplant. Die Reflexion findet in unserer Unterkunft bei der Stadtmission statt und wird in Form von kreativem Arbeiten durchgeführt.  Ein Film zum Nationalsozialismus bereitet auf das Thema des nächsten Tages vor.

Am 3. Tag die Gruppe die Ausstellung Topographie des Terrors. Mit kleinen Gruppen werden wir durch die Ausstellung gehen und in einfacher Sprache die Bilder und Texte erklären. Die Berliner  Unterwelten (Luftschutzbunker) in der Nazizeit wird sich die Gruppe am Nachmittag ansehen. Eine Reflexion der Tageseindrücke durch ein Gruppengespräch findet in der Unterkunft statt.

Am 4. Tag besucht hat die Gruppe einen Termin bei dem MdB Herzog im Bundestag, mit Führung und Info-Gespräch. Eine Führung „Die Bernauerstr. nach dem Mauerbau“ findet anschließend statt. Am Abend erfolgt eine Reflexion des Tages und eine Gesamtauswertung der Studienfahrt im  Gruppenraum.

Am 5. Tag Abschlussrunde und Heimreise.