Bericht und Bilder zum Projekt

Berlin. 14 Teilnehmer*innen, bunt gemischt in Alter, Geschlecht und Herkunft, begeben sich 30 Jahre nach dem Fall der Mauer auf die Spuren Deutscher Geschichte. Unter dem Motto "Demokratie statt Diktatur" soll aus Vergangenem für unsere Zukunft gelernt werden. Nach Bezug der Zimmer und einer kurzen Vorstellungsrunde, werden Erwartungen der Teilnehmer*innen besprochen und das anstehende Gespräch im Paul Löbe- Haus vorbereitet.

Im Anschluss beginnt die konkrete Spurensuche Deutscher Geschichte. Eine ausführliche Stadtführung durch das historische Berlin, gibt viele Informationen über den Nationalsozialismus und Berlin als geteilte Stadt. Unter dem Thema "geteilte Stadt Berlin" steht auch der zweite Tag.

Nach einem geführten Besuch der Gedenkstätte Berliner Mauer- Bernauer Straße am Vormittag, wird nachmittags das ehemalige Stasi- Gefängnis, die Gedenkstätte Berlin- Hohenschönhausen besichtigt Ein Zeitzeuge macht die Führung und erzählt sehr authentisch von seinen Erfahrungen in dieser Zeit. Bei der Auswertung am Abend wird deutlich, wie gerade dies die Teilnehmer*innen emotional berührt hat.

An den beiden folgenden Tagen steht das Thema "Demokratie" im Vordergrund. Zunächst hat die Gruppe ein Gespräch mit einer Mitarbeiterin von MdB Gustav Herzog. Hier werden die Arbeit und Strukturen der Bundestagsabgeordneten in den Blick genommen. Im Anschluss findet eine Führung im Deutschen Bundestag statt. Nach der Möglichkeit die Bundeshauptstadt eigenständig zu erkunden, besucht die Gruppe das politische Kabarett "Die Stachelschweine". Hier erfolgt die Beschäftigung mit aktuellen politischen Fragestellungen auf eine unterhaltsame, aber auch sehr eindrückliche Art und Weise.

Am vorletzten Tag wird zunächst die Rheinland-pfälzische Landesvertretung besucht.Dort gibt es eine Führung mit vielen Informationen über den Bundesrat und die Arbeit der Landesvertretung. Nach dem gemeinsamen Essen in der Landesvertretung, wird am Nachmittag die parlamentshistorische Ausstellung "Weg- Irrwege- Umwege" zur Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland, im Deutschen Dom besucht. Beim Besuch des Tränenpalastes im Anschluss, wird die Teilung Berlins noch einmal greifbar nahe.

Am letzten Tag werden zunächst die vergangenen Erlebnisse reflektiert. Zudem findet eine Gesamtauswertung statt. Nach einer Tour durch die Berliner Unterwelten mit dem Thema "Tunnelfluchten unter der Berliner Mauer", in der das vergangen Gesehene und Gehörte bildlich sichtbar wird, tritt die Gruppe die Heimreise an.

Trotz unterschiedlichster Hintergründe, fand die Gruppe sehr schnell zusammen. Durch die Auseinandersetzung mit dem Thema "Demokratie statt Diktatur" wurde das politische Bewusstsein der Jugendleiter*innen gestärkt und Demokratie als wichtiger Wert erfahrbar. Die Bildungsfahrt wurde vom Kreisjugendring Kusel e.V. organisiert und durchgeführt. Finanziell gefördert wurde die Fahrt von der Partnerschaft für Demokratie im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben".

(Text: Katrin Lang, Bilder: Petra Seibert)