Bericht zum Kinderbibelcamp

Offenbach-Hundheim. Das Gemeindehaus des Kirchengemeinde Herren-Sulzbach am vergangenen Samstagmorgen. Jonas aus Kappeln, seine Schwester Melina und deren Freundin Kara sitzen vertieft über ihrer Arbeit. Sie bearbeiten Specksteine, sägen, feilen und hämmern. Es ist Kinderbibelcamp. Seit Freitagmittag dreht sich für die fünf bis 11jährigen alles um die Geschichte des Turmbaus zu Babel aus dem 1. Buch Mose 11.

"Wir wollen mit den Kindern der Frage nachgehen, wie wir es trotz verschiedener Sprachen schaffen, nicht sprachlos neben- und gegeneinander zu leben", fasst Pfarrer Johannes Hülser den Hintergrund des Camps zusammen. Gemeinsam mit 20 ehrenamtlichen Mitarbeitenden hat er das Programm geplant und ist von Anfang bis Ende dabei. In sieben verschiedenen Workshops erfahren die Kinder an diesem Morgen, dass nichts gemeinsam gebaut und geschaffen werden kann, wenn man sich nicht verständigt und miteinander redet.

Neben Speckstein bearbeiten, gibt es unter anderem einen Theater-, einen Gesang- und einen Regenmacher-Workshop, in dem das Thema mit den Kindern bearbeitet wird. Emma und Luisa sind im Regenmacher Workshop. Auch hier geht es nicht alleine, sondern nur gemeinsam. "Einer muss das Rohr halten, während die andere die Nägel hineinschlägt," erklären die beiden Mädchen aus Langweiler und Kappeln. Neben den Workshops ist die Übernachtung von Freitag auf Samstag ein Thema.

"Wir waren ganz lange wach", berichtet Luisa freudig. "Wir fordern viel Auseinandersetzung von den Kindern", sagt Johannes Hülser abschließend. Doch bei allem inhaltlichen Anspruch, so der Offenbacher Pfarrer weiter, dürfe der Spaß nicht zu kurz kommen. Das Kinderbibelcamp gibt es jährlich seit 2010. In diesem Jahr wurde das Kinderbibelcamp vom Bundesprogramm "Demokratie leben!" gefördert.

(Text und Bilder: Simone Schnipp)