Bericht zum Projekt

Kusel. Nach vier Monaten Probe war es am vergangenen Sonntag endlich soweit. Die drei bis 12-Jährigen des Kinder- und Jugendchors "Heiliger Remigius" und der "Chorwürmer" der Musikschule Kuseler Musikantenland zeigten in einer prall gefüllten Fritz-Wunderlich Halle die Geschichte des Königreichs "Kunterbunt". Den Zuschauern wurde plastisch vor Augen geführt, was passieren kann, wenn Gleichheit und Uniformität anstatt Toleranz und Miteinander gefordert werden.

Sehr selbstbewusst und mit viel gesanglichem und schauspielerischem Können überzeugten die gut 80 Mädchen und Jungen.Das wunderschöne Bühnenbild hatte Rüdiger Sontag erstellt. Für die Liedbeiträge zeichneten Angelika Rübel, Dorothee Hesse, Volker Kaufmann, Katja und Sebastian Lebek, sowie für die Musik die Band "Ethno Kusel" und das Streicherensemble "SiteSteps" mit Christine Rutz verantwortlich.

Mit dem Inhalt des Musicals unterstrichen die Akteure in den Farben rot, blau und gelb, dass Farbenfrohheit, Toleranz und auch demokratische Strukturen dann ins Wanken kommen können, wenn einzelne Personen sich gegen Regeln des menschlichen Zusammenlebens wenden und damit die Gemeinsamkeit zerstören, Werte wie zum Beispiel Toleranz, Vielfalt und Freiheit missachten.Bei dem Musical zeigte sich, dass die herrschende Königin aber noch rechtzeitig die Fehlentwicklung in ihrem Reich bemerkte und gegensteuern konnte. Das Musicalprojekt Kunterbunt wurde vom Interkulturellen Kompetenzzentrum Rheinland-Pfalz initiiert und über die Partnerschaft für Demokratie Kusel/Bundesprogramm "Demokratie leben!" finanziert.

In seiner Begrüßung hatte Landrat Otto Rubly das Engagement von Kindern gewürdigt, die in einem hervorragenden Zusammenspiel mit Betreuern und Musikern ein tolles Musical darboten. Der Eintritt zu der Veranstaltung war frei. Die Gesamtorganisation hatte das IKOKU (Interkulturelles Kompetenzzentrum) übernommen. Unter den Akteuren befanden sich auch Flüchtlingsfamilien aus dem Aufnahmezentrum Windhof.

(Text: Horst Clos und Simone Schnipp)