24. Korbinians-Apfel – das etwas andere Gedenken, Obst.- und Gartenbauverein Waldmohr e.V.

Projektträger: Obst.- und Gartenbauverein Waldmohr e.V.

Kurzbeschreibung:
Erinnern und Gedenken sind wichtige Elemente bei der historischen Aufarbeitung der NS-Zeit. Die Vergangenheit muss thematisiert und verarbeitet werden. Das betrifft besonders Jugendliche als Zielgruppe und zukünftige Garanten unserer Demokratie und das betrifft besonders viele kleine Gemeinden, in denen die Ereignisse zwischen 1930 und 1945 oftmals unerwähnt/unbedacht sind. Das betrifft auch Dörfer im Oberen Glantal.

An ausgewählten Orten in neun beteiligten Obst- und Gartenbauvereinen sollen jeweils zwei Korbiniansapfelbäume im Gedenken an die Opfer der NS-Zeit gepflanzt werden. Auf einer Tafel, die an oder vor den Bäumen angebracht ist, sind historische Fakten der Gemeinde, allgemein oder zu Pfarrer Korbinian Aigner zu lesen. Korbinian Aigner wurde von den Nazis verfolgt und züchtete während seiner Zeit im KZ-Dachau genannte Apfelsorte.

Der Obst- und Gartenbauverein möchte mit seinem Projekt einen Beitrag zur Bewältigung der NS-Geschichte leisten und Bürger*innen für Themen und Ereignisse in den jeweiligen Dörfern sensibilisieren. Die beiden Apfelbäume fungieren als lebendige Denkmäler, die wachsen, gedeihen und Früchte tragen werden. In diesem Sinne sind sie ein Symbol für Erneuerung und eine lebendig demokratische Zukunft. Die Bäume werden von den jeweiligen Obst- und Gartenbauvereinen gepflanzt und gepflegt. Der Verein Waldmohr übernimmt die Koordinierung und die zentrale Antragstellung für alle beteiligen Einzelvereine.

Die acht Ortsvereine sind:
1. Breitenbach mit zwei Hochstämmen
2. Dittweiler mit zwei Halbstämmen, der Kindergarten ist involviert
3. Dunzeiler mit zwei Hochstämmen, der Kindergarten ist involviert
4. Frohnhofen mit zwei Hochstämmen
5. Ohmbach mit zwei Hochstämmen
6. Quirnbach mit zwei Hochstämmen
7. Schönenberg-Kübelberg mit zwei Hochstämmen
8. Waldmohr mit zwei Hochstämmen
9. Brücken mit zwei Hochstämmen