15. Jugendpolitisches Bildungsseminar: München und Nürnberg unterm Hakenkreuz

Erinnerungsarbeit und historisch politische Bildung sind ein wichtiger Baustein bei der Präventionsarbeit gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus. Sie dienen zugleich der Demokratieförderung der Gegenwart und sind besonders wichtig bei der Arbeit mit Jugendlichen, aber natürlich allgemein auch mit Erwachsenen.

Aus der Geschichte lernen, sich auseinandersetzen und Bezüge für ihr gegenwärtiges Leben, bedeutet immer auch Jugendliche (und auch Erwachsene) stark für demokratische Werte zu machen.

 

Jugendliche werden sich, ihren Möglichkeiten entsprechend, kritisch mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigen. Durch den Besuch historischer Stätten des Nationalsozialismus (historischer Stadtrundgang München, KZ Dachau, ehemaliges Reichsparteitagsgelände Nürnberg sowie dem Memorium Nürnberger Prozesse) werden neben den kognitiven Inhalten auch und vor allem emotionale Befindlichkeiten ihren Raum haben. 

In den fünf Tagen erfahren die Teilnehmenden wie es ist, wenn Menschenrechte keine Gültigkeit mehr haben, wie Menschen in Deutschland von den Nationalsozialisten aufgrund ihrer Hautfarbe, Abstammung oder politischer Gesinnung verfolgt und umgebracht wurden.

 

Das Projekt ist eine Kooperation der Initiative „Tol(l)eranz – find‘ ich gut!“. Die Gruppe arbeitet seit Jahren zusammen an dem Thema historische Bildung und Erinnerungskultur und verfügt über ein großes Wissen in der Thematik. Eine gemeinsame Broschüre zum jüdischen Leben erschien vor einigen Jahren.

Die fünftägige Bildungsfahrt findet vom 02. – 06.Juni 2021 statt (vom 02.06. bis zum 04.06.2021 befindet sich die Gruppe in München, vom 04.06.bis zum 06.06.2021 in Nürnberg). Es werden 23 junge Menschen ab 16 Jahren und 4 Teamer an der Bildungsfahrt teilnehmen.