Fachtag, 30.10.20: Neutralitätsgebot

Bildungs- und Erziehungsarbeit darf nie neutral sein!

Mit besonders viel Abstand fand am Donnerstag den 30. Oktober 2020 die wohl letzte Veranstaltung der Partnerschaft für Demokratie Kusel in diesem Jahr in der Fritz-Wunderlich-halle statt.

30 Interessierte waren zum Vortrag: “Das Neutralitätsgebot - Maulkorb für Lehrkräfte, Verwaltung und Jugendarbeit?” mit dem Verfassungsrechter Friedhelm Hufen aus Mainz gekommen. Landrat Otto Rubly begrüßte und zeigte sich froh, dass die Veranstaltung nach einer Corona bedingten Absage im Mai jetzt doch noch stattfinden konnte.

Er betonte die Wichtigkeit des Themas und stellte den Referenten als emeritierten Professor für Öffentliches Recht - Staats- und Verwaltungsrecht Universität Mainz und ehemaliges Mitglied des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz. Sehr anschaulich stellte Hufen anschließend da, wo für Lehrkräfte, Beamte und Pädagogen in staatlich geförderten Einrichtungen und Projekten die Grenzen in Bezug auf (politische) Äußerungen liegen.

Dabei äußerte er die grundlegende Ansicht, dass Bildungs- und Erziehungsarbeit nach seiner Ansicht nie neutral sein können und dürfen. Es oblige ihnen immer die Aufgabe der Meinungsbildung bei jungen Menschen und beinhalte auch eine Beschäftigung mit politischen Themen und einer dazugehörigen Diskussion. Dies dürfen selbstverständlich nie einseitig, undifferenziert, beleidigend oder gar werbend für eine politische Partei sein. Innerhalb dieses Rahmens seien der Auseinandersetzung mit politischen Themen aber keine Grenzen gesetzt.



Den Vortrag von Prof. Friedhelm Hufen haben wir aufgezeichnet und kann auf youtube angeschaut werden.
Der Vortrag dauert 60 Minuten.