Lokaler Aktionsplan in Kusel

Förderzeitraum
Bundesprogramm TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN: Entwicklung und Erstimplementierung seit 05/2011

Fördergebiet: Landkreis Kusel

Größe des Fördergebiets: 573 km²

Einwohnerzahl: 73.306

Leitziele

Leitziel 1:
Das Thema Toleranz und Vielfalt wird in verschiedenen Kontexten thematisiert und gestaltet
 
Leitziel 2: Gesicht zeigen und individuelle Courage durch soziale Kompetenz fördern: Menschen hellhörig für Probleme des R/F/A  machen
 
Leitziel 3:  Bewusstsein schaffen für bürgerliche Rechte und Pflichten, für das heutige Europa und den Wert der Demokratie
 
Zu Leitziel 1:

  • M1 Die Einbindung von jungen Menschen mit rechten Tendenzen.
  • M2 Sensibilisierung, Wissensvermittlung und Vermittlung von Handlungswissen für Jugendliche und Erwachsene (Lehrkräfte, Fachkräfte, Eltern)über andere Kulturen und Religionen .
  • M3 Sensibilisierung, Wissensvermittlung und Vermittlung von Handlungswissen für Jugendliche und Erwachsene (Lehrkräfte, Fachkräfte, Eltern) über historische Zusammenhänge.
  • H1 Workshops und Infoveranstaltungen in den VG's zu Toleranz und Vielfalt.
  • H2 Jede 9. Schulklasse im Kreis soll an einer Gedenkstättenfahrt teilnehmen (Kooperation mit Kirchen).
  • H3 Angebote und Schulungen um die Handlungskompetenzen der Multiplikatoren zu stärken.

Zu Leitziel 2:

  • M4 Sensibilisierung, Wissensvermittlung und Vermittlung von Handlungswissen für Jugendliche und Erwachsene (Lehrkräfte, Fachkräfte, Eltern)über Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus fördern.
  • M5 Die Selbstwahrnehmung von Jugendlichen stärken, um sich als Individuum zu begreifen.
  • M6 Eine Gegenkultur zum Rechtsextremismus aufbauen.

  • H4 Seminare, Trainings zum Thema Zivilcourage und Gewaltprävention für Jugendliche, Multiplikatoren und Eltern.
  • H5 Gestaltung von Orten an denen sich Jugendliche sicher fühlen.
  • H6 Workshops/Infoveranstaltung/Schulungen zur Wissensvermittlung und zur Stärkung der Handlungssicherheit im Umgang mit Rechtsextremismus (für alle Zielgruppen).
  • H7 Einen regen Austausch mit Kommisariat 12 (pol. motivierte Straftaten).

Zu Leitziel 3:

  • M7 Die vorhandenen Netzwerke ausbauen.
  • M8 Die Partizipation von Jugendlichen am Gestalten der kulturellen und politischen Landschaft im Landkreis verstärken.
  • H8 Mindestens eine Fachveranstaltung zum Thema "Werte in der  Demokratie" durchführen.
  • H9 Seminare zur Förderung der Mitbestimmung und Mitgestaltung von Jugendlichen in den Kommunen.

 
Handlungskonzept
Erkennen und Benennen der Problemlage. Aufdecken und öffentlich machen von Rechtsextremismus.
 
Für 2012 vorgesehen:                        

  • Qualitative Arbeit weiter ausbauen und festigen zielgerichtet Multiplikatoren schulen, Netzwerke ausbauen.
  • Quantitative Arbeit aufbauen bzw. vergrößern „auf breite Schultern stellen“, in allen Verbandsgemeinden Projekte umsetzen.
  • Die Implementierungsphase wird dann federführend von der LOK in Zusammenarbeit mit der Externen Koordinierungsstelle gesteuert werden.
  • Kontakt und Austausch mit den Nachbargebietskörperschaften, die im gleichen Verfahren stehen, sollen diese Verfahren verbessern.

 
Aktive Personen aus den Netzwerken, Initiativen und Ämtern sollen zur Mitarbeit bewegt werden. Der Jugendhilfeausschuss wurde zur Besetzung des Begleitausschusses(BA) befragt. Die Geschäftsordnung wurde vorbereitet und mit dem BA erörtert und dort beschlossen. Diese wird dann dem JHA und der Öffentlichkeit vorgestellt sowie auf der Homepage veröffentlicht.
 
Weitere Einbindung aller unter Punkten 7.7 und 7.9 aufgeführten Organisationen und Gruppen in die Entwicklung und Erarbeitung von Projektideen, die Schulen und Ämter zur Kooperation mit freien Trägern anregen.
 
Ende 2011 erfolgt die öffentliche Ausschreibung der Projekte für 2012 über die Medien (Print, Internet und über vorhandenen E-Mailverteiler) Austausch mit allen relevanten Gruppen und Organisationen und Motivation zur Antragstellung. Gestaltung von Formblättern zur Antragstellung.
 
Sichtung, Auswahl und Begleitung der Projekte durch den BA.
 
Im Herbst 2012 wird mit Akteuren die bisherige Umsetzung reflektiert und der LAP fortgeschrieben.
 
Projektideen:

  • M1/H1
  • 2 Workshops und Infoveranstaltungen als Maßnahme gegen Mobing und Intoleranz. 1 Theaterprojekt - ein eigenes Stück
  • schreiben und als Schwarzlicht - Theater in Kooperation mit der Jakob-Muth-Schule aufführen
  • M2/H2
  • Gedenkstättenarbeit und der Besuch einer Gedenkstätte, Projekt: Kletschmermusik -koscher essen - Textlesung. S
  • Straßenfest
  • Interkulturelles - inklusives  Fest - jede Bevölkerungsgruppe bringt sich ein.
  • M3/H3: 2 Multiplikatorenschulungen (z.B. Stammtischparolen, historische Ereignisse erfahrbar machen, Jugendgottesdienst)
  • M4/H4: 1 Fachtag: Argumentationstraining gegen rechte Stammtischparolen, 1 Fachtag über rechte Symbole und rechte  Musik.
  • M5/H5: Die VG's und Gemeinden richten weitere Jugendräume als partizipativen Raum ein.
  • M6/H6: 1 Medienprojekt - Lokal Global – kennen lernen rechter Strukturen im Internet und der Umgang damit.
  • 2 Vorträge zum Rechtsextremismus an Schulen in Kooperation mit den Jugendverbänden.  Zeitzeugengespräche
  • H7: 1 Fachtag mit Kommissariat 12 und dem Verfassungsschutz
  • M8/H8: Eine Seminarreihe "Kompetenznachweis Demokratie"(für TeamerInnen, LehrerInnen, Ehrenamtliche, Jugendliche)
  • Methoden und Rollenspiele zum Trainieren demokratischen Verhaltens. 1 Podiumsveranstaltung als Öffentlicher Diskurs  über Vielfalt, Toleranz und Demokratie.
  • H9: 1 Planspiel über 1 Wochenende zur Mitgestaltung von politischen Prozessen in kommunalpolitischen Räten.

 
Zielgruppen
Unsere Zielgruppen sind:

  • Jugendliche
  • Ehrenamtliche Helfer
  • Jugendliche denen Beschäftigung fehlt
  • Familien, Eltern, Großeltern
  • Erzieherinnen
  • Grundschullehrerinnen (Aufklärung gegen Mobbing)
  • Kleingruppen, „Stammtischgeschichten“
  • Lehrkräfte
  • Jugendleiter/innen
  • Verbandsmitglieder/innen, Sportjugend
  • Antigewalttrainer/innen, Antiaggressionstrainer/innen, Mitarbeiter des CJD
  • Polizeidienststellen
  • Kirchen, Gemeinden
  • Der Schwerpunkt der Projektideen richtet sich an Jugendliche und ehrenamtliche Helfer/innen

Begleitausschuss

Politik VG-Bürgermeister: Rudi Agne/Waldmohr
Verbandsgemeinde Verwaltung: Margit Klar-Bender
Polizei: Matthias Weber
Jugendamt: Leonhard Müller und Werner Barthel
Gleichstellungsbeauftragte: Bettina Hafner
Schulen: Katja Zielinski und Ralf Hellwig
Kontaktstelle Holler: Gerhard Berndt
Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP):
Rüdiger Sontag
Evangelische Kirche: Petra Seibert
Katholische Kirche:
Jutta Baltes
Christliches Jugenddorfwerk Deutschland (CJD):
Karl Walla
Sportjugend:
Kirsten Marquardt
Bürgerin:
Hilde Müller/ Medard
Bürger:
Torsten Ellmer/Breitenbach
Industrievertretung:
Françoise Fuchs, KARL OTTO BRAUN GmbH & Co. KG (KOB)
Rheinische Kirche:
Edgar Schäfer und Gerold Lofihttp://4234.html#

Lokale Aktionspläne

Lokale Aktionspläne sind Konzepte, die sich aktiv gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit, für Demokratie und Toleranz richten. Umgesetzt werden die Aktionspläne durch Einzelprojekte, die vor Ort zum Beispiel von freien Trägern der Juegndarbeit durchgeführt werden. Das kann eine Plakataktion, ein Videowettbewerb für Toleranz oder das Gespräch mit einem Zeitzeugen der NS-Zeit sein.

Für die Förderperiode 2011 bis 2014 wurden bundesweit 90 Lokale Aktionspläne ausgewählt und gefördert. Im ersten Förderjahr stehen 100.000 Euro, im zweiten 90.000 und im dritten 80.000 Euro für die Arbeit der Akteure bereit.

In Rheinland-Pfalz gibt es weitere Aktionspläne in Bad Kreuznach, in Altenkirchen, in Bad Dürkheim, in Trier-Saarburg, Pirmasens im Landkreis Südwestpfalz, in der Stadt Remagen und in der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen. Alle werden bei ihren Aktivitäten für Demokratie und Toleranz finanziell vom Bundesprogramm unterstützt.